Archiv für September 2009

Ralph Wenske (7)

Mittwoch, 30. September 2009

… aus sich selbst PERSÖNLICHES schaffen.
Malerei
Mitglied der KUNST und KULTUR INITIATIVE LICHTENFELS (KuKI )

Geboren wurde Ralph Wenske 1971 in Stadtsteinach, im nordöstlichen Teil des Landkreises Kulmbach. Aufgewachsen ist er in Schmölz, einem Gemeindeteil der Marktgemeinde Küps. Schon als Kind hatte es ihm große Freude bereitet, Bilder vom Vater und Großvater anzuschauen, denn beide haben sich in ihrer Freizeit mit der Ölmalerei beschäftigt. Er selbst hatte zu dieser Zeit allerdings noch keinerlei Ambitionen, selbst zu Pinsel und Farbe zu greifen.

Ralph Wenske absolvierte eine Ausbildung als Polizeibeamter. 1992 gab er diese Laufbahn auf, da der erlernte Beruf nicht mehr seiner Berufung und den damit verbundenen Zielen: mehr helfen anstatt zu bestrafen, entsprach. Ausgelöst durch seine Leidenschaft für Bücher, begann er 1993, mit 22 Jahren, eine Ausbildung als Buchhändler in Nürnberg. Als Volontär absolvierte er diese Weiterbildung zur Vorbereitung auf seine künftige, berufliche Tätigkeit in Coburg. Leider hatte dann ein Anderer das Glück, diese Stelle zu belegen und so brach Herr Wenske die weitere Ausbildung ab.

Seine Vielseitigkeit gepaart mit großem Engagement führte Ihn zur Ausbildung als Brandschutztechniker und er war im Feuerlöscherkundendienst unterwegs. Bereits zu dieser Zeit war er nebenberuflich selbständig und 1994 gründete er dann mit seinem Bruder die Firma „Hifi Pur“ , welche sich jetzt in Lichtenfels und Sonneberg befinden.

Seit 10 Jahren wohnt er mit seiner Frau und Tochter in Lichtenfels. Seine Freude für Landschaftsbilder in Öl bleibt unverändert – selbst malte er aber immer noch nicht. Besonders angetan war er von „fahrenden Künstlern“, die ab und zu an seinem Laden vorbei kamen und von denen er auch verschiedene Bilder kaufte. Seine Vorliebe galt mediterranen Landschaften in leuchtenden Farben.

Bedingt durch beruflichen Stress wurde er krank, doch die Ärzte konnten nicht helfen. War es nun Zufall oder Bestimmung, dass er 2004 mit Quigong in Berührung kam. Quigong ist die Kunst der Energiekultivierung - einer chinesischen Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist, und zur Stabilisierung des Energiehaushaltes des Körpers und zur Behandlung von Krankheiten. Das heißt, in der Praxis soll es die Lebensenergie stärken, das Leben verlängern und zu einer gesunden geistigen Verfassung verhelfen.
„Qi“ steht sowohl für die vitale Kraft des Körpers, aber auch der gesamten Welt. „Gong“ als chinesischer Begriff bedeutet „Arbeit“. Somit kann man Qigong frei übersetzen, als „stete Arbeit an der vitalen Kraft des Körpers“.
Ralph Wenske beschäftigte sich sehr intensiv damit und machte ein halbes Jahr eine extreme Entwicklung, verbunden mit Ernährungsumstellung (vegane Ernährung) und geistiger Änderung durch. Er war nicht nur mit seiner eigenen Heilung beschäftigt, sondern sah auch, wie es anderen erging.
Derzeit absolviert Herr Wenske gerade eine dreijährige Ausbildung zum Kursleiter in QiGong und TaiJi.

Die richtige Zeit war gekommen - 2005 begann er mit dem Malen. Er kaufte sich Farben, Pinsel und Material und legte los: „Jetzt fang ich an!“ Sein erstes Bild stellte eine Landschaft dar – ein Ölbild. Dabei stellte er fest, was man sich mit Vorliebe anschaut, muss einem nicht unbedingt beim Malen liegen. Sein zweites Bild wurde ein Akt – was ihm schon viel besser gelang. Er entwickelte sich weiter und auch spirituelle Eingebungen fanden den Weg auf die Leinwand.

2006 kam dann noch das Schreiben dazu. Den Wunsch, ein Buch zu schreiben, hatte er schon länger. Gedanken, die ihn bewegten, Fragen und Erfahrungen schreibt er seit geraumer Zeit nieder. Diese Einzelteile (Texte) fügt er nun zu „seinem Buch“, zusammen. Dazu gehören auch Gedichte, wie zum Beispiel:

EINFACH SO

Ich lebe, ich liebe, einfach so,
im Schein des Sein.
Tief in mir bin ich,
schon da!? Oder nur fast!?
Wann begann es und woher?
Es ist so wie immer,
oder
wie es schon immer nie war.
Ich bin jetzt,
es will es so, ich will es so,
wir sind eins mit Allem im Nichts.
Wohin? Warum?
Mit Allem ist es einfach so,
wie Licht im Spiegel des Diamanten.
Klar und rein scheine ich hindurch,
und sehe was aus mir ins Außen scheint und sichtbar wird.
(Ich) Lass es frei hindurch scheinen,
nicht verblendet, rein,
ohne Bewertung, und „Wissen wollen“.
− Einfach -

Malen und Schreiben ergänzen sich gegenseitig bei Ralph Wenske und halten sich momentan die Waage. Erst war der „Kunstgedanke“ und dann kommt die Energie aus ihm heraus. Er hat gelernt los zu lassen und ihn quälen keine Zukunftsängste. Ein glücklicher Mensch, der sich gerne weiter entwickelt. Auf die Geschwindigkeit hat er keinen Einfluss.

Auf die Frage, was er interessierten Hobbykünstlerinnen und -künstlern mitteilen möchte, antwortet er: nicht an einer bestimmten Technik festhalten oder kopieren. Von Anderen nicht sagen lassen, so oder so muss das sein oder so wird das gemacht, sondern aus sich selbst heraus etwas schaffen - etwas PERSÖNLICHES.

Ausstellungen:
2007 - 1. Ausstellung im Rathaus in Küps
2007 - Werksausstellung - Figürliches Zeichnen -
im Stadtschloss Lichtenfels
2008 - Eröffnungsausstellung in der Galerie der KuKI
2009 - Teilnahme an Flower for Life
2009 - Heimat-Ausstellung in der Galerie der KuKI Lichtenfels

Ab 27. September 2009 GE-HÖR-MAL-T - Werke in Öl und Wort 2006 bis 2009 im Restaurant TIE in Coburg

©Christine Lindner für „Fränkischer Tag“


Ralph Wenske in seinem Atelier - ©Foto: Christine Lindner


„AHA“ - Öl - ©Foto: Christine Lindner


„Warum?“ Öl - ©Foto: Christine Lindner


oben: „ALLES“, unten: „Selbst“ - Öl - ©Foto: Christine Lindner


Galeriewand - ©Foto: Christine Lindner

Heribert Bram (6)

Samstag, 26. September 2009

… schnitzen und malen, weil es Spaß macht.
Holz-Schnitzerei
Mitglied der KUNST und KULTUR INITIATIVE LICHTENFELS (KuKI )

Heribert Bram wurde 1938 in Hochstadt geboren und ist seiner oberfränkischen Heimat stets treu geblieben. Er ist glücklich verheiratet und hat drei erwachsene Töchter. Seinen erlernten Beruf als Installateur und Freileitungsbauer gab er 1962 auf und arbeitete als Betriebselektriker in einer Maschinenfabrik und später als Kundendiensttechniker bei Miele. Nach einer Weiterbildung war er dann bis 1978 als Gewerbetechniker tätig. Für eine Chemische Fabrik mit Sitz in Hamburg war er als Außendienstmitarbeiter in Ober- und Unterfranken unterwegs und ab 1980 wieder bei Miele, als Reisender in Oberfranken für den Gewerbebereich verantwortlich. Ein chronischer Tinnitus war 1996 dann der Grund für die Berufsunfähigkeit.
Heribert Bram war aber nie der Mensch, der untätig die Hände in den Schoß legte. Deshalb suchte er zur Aktivierung nach einer sinnvollen Beschäftigung und so kam er zum Schnitzen. Er war begeistert von den Möglichkeiten dieses natürlichen Materials und wollte sich darin versuchen, aus einem Stück Holz – einem unbearbeiteten Klotz – eine Figur zu gestalten. Er hatte weder künstlerische Ausbildung oder Kreativ-Kurse besucht, sondern brachte sich aus Spaß an der Freude, alles Notwendig selbst bei.

Bald beherrschte er sein Handwerk so gut, dass er auch Freunde und Bekannte mit seinen Kunstwerken beschenkte.

Sternzeichen (Foto) wurden schnell zu beliebten Geburtstagsgeschenken, welche bei einem großen Familien- und Freundeskreis auch stets für Abwechslung und Vielfältigkeit sorgten.

Im Juni 2002 war er zu einer Hochzeit auf Sizilien eingeladen und überreichte dem Brautpaar als Gastgeschenk ein geschnitztes Kruzifix. (Foto)

Mit einem Clown (Foto) konnte er einer Bekannten, mit Sammelleidenschaft für diese Figuren, eine Freude bereiten.

Zu Weihnachten verschenkt er gerne Krippenfiguren (Foto), die jährlich um ein Stück erweitert werden können.

2007 las er in der Zeitung einen Artikel über die Aktivitäten der KUNST und KULTUR INITIATIVE LICHTENFELS. Nach der Ausstellung auf dem Lichtenfelser Weihnachtsmarkt und der freundlichen Motivation durch Helga Blomeier, dachte er sich, das probiere ich auch mal aus. Die Möglichkeiten, sich in einer Gruppe von Gleichgesinnten im Zeichnen und Malen weiter zu entwickeln, schienen für ihn sehr interessant.

Er begann mit dem figürlichen Malen in einem Workshop der Gruppe. Er selbst war von seinen Bildern zwar nicht sofort überzeugt und dachte: ich bleib lieber beim Schnitzen. Die Motivation zum Weitermalen kam erst durch die Bemerkung eines anderen Teilnehmers, dass er selten so gute Karikaturen gesehen hätte. Heribert Bram malte weiter und wurde immer besser. Er malt gerne in Öl und Acryl und möchte sich demnächst auch intensiv mit der Aquarelltechnik beschäftigen.

Herr Bram beteiligte sich an der Aktion „Flower for Life“ 2009 - einem Projekt der DAK, dem Künstler Pellegrino Ritter und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Sein Bild gehörte zu den ausgewählten Werken, welche in der Europa Passage in Hamburg ausgestellt wurden. Weiterhin war in der KuKI-Ausstellung ein Bild zum Thema „Heimat“ von ihm zu sehen und in der Jahresausstellung der KIS in Bad Staffelstein ist er mit dem Bild „Walpurgisnacht“ vertreten.

In der KuKI lebt aber auch noch eine weitere Leidenschaft für ihn auf, von der die gesamte Gruppe profitieren kann – immer und überall ist er mit seiner Kamera dabei und dokumentiert das künstlerische Geschehen für das Archiv der KUNST und KULTUR INITIATIVE LICHTENFELS. (Foto)

Man hat das Gefühl, dass ihm die Ideen so schnell nicht ausgehen und die Freude am Malen, Zeichnen und Schnitzen noch lange für ein erfülltes Hobby sorgen.

©Christine Lindner für “Fränkischer Tag”
Bild oben: Heribert Bram während eines Atelierbesuches
©Foto: Christine Lindner


Sternzeichen „Krebs“ - ©Foto: Heribert Bram


Kruzifix – ©Foto: Heribert Bram

Geschnitzter Clown, bemalt - ©Foto: Heribert Bram


Geschnitzte Krippenfiguren – ©Foto: Heribert Bram

Knut J. R. Kolbe (5)

Mittwoch, 23. September 2009

… Die Neugierde treibt ihn an.
Knut Kolbe begibt sich mit seinem Hobby, dem Malen, auf Sinnsuche. Seine Fantasie inspieriert ihn immer wieder neu. Er selbst bezeichnet sich als verrückt.
Malerei, Mitglied der KUNST und KULTUR INITIATIVE LICHTENFELS (KuKI)


Knut J. R. Kolbe bei der Arbeit an seinem aktuellen Werk „Mohnfeld“ – ©Foto: Christine Lindner

Seit 1989 lebt der in Berlin-Neukölln geborene Künstler, Knut J. R. Kolbe (Jahrgang 1949) in Altenkunstadt. Die Parallelen zwischen seinem erlernten Beruf des Raumausstatters und des eigentlichen Berufswunsches als Schaufensterdekorateur müssen keineswegs erklärt werden und zeigen deutlich die kreative Ader und das künstlerische Talent, welche auch schon in der Schulzeit seine Lehrer immer wieder aufs Neue in Erstaunen versetzte.

Nach Abschluss der Berufsausbildung besuchte er Ende der 60-ziger Jahre die damalige Akademie für Werk-Kunst und Mode in Berlin.

Bei seinen ersten Bildern arbeitete er noch nach Vorlagen und setzte diese aus seiner Sichtweise um.

1982 zieht Knut J. R. Kolbe mit seiner Familie nach Bayern (Memmelsdorf). In den 80er Jahren lag der Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens in freimaurerischen Motiven, die überwiegend in fränkischen Logen zu sehen sind. So auch in der Freimaurerloge in Bamberg. Herr Kolbe ist Mitglied der wieder belebten Freimaurerloge „Friedrich zur Frankentreue“ i. O. Kulmbach.

Mitte der 80er Jahre verkauft er offiziell sein erstes Gemälde. Er hat es geschafft - aus dem Hobby-Maler wurde ein namhafter Künstler, dessen Werke vielerorts zu sehen sind. So kreierte er z.B. für das Kongresszentrum in Rotenburg an der Fulda 14 großformatige Farbkompositionen oder im Eingangsbereich eines Krankenhauses einen ca. 4 m hohen, gewaltigen Obelisken. Objektmalereien schmücken die Räumlichkeiten namhafter Hotels und Privatkliniken. Dabei handelt es sich meist um gegenstandslose Malerei in großformatigen Bildern.

Im Gespräch mit Knut J. R. Kolbe wird sehr schnell klar, dass es sich hier neben dem Kunstmaler auch um einen extravaganten Menschen handelt, der mit Offenheit auf der Sinn-Suche seinen inneren Frieden und Ausgewogenheit gefunden hat. Beeindruckend versteht er es zu erklären, dass jeder Mensch immer nur seine ganz „persönliche“ Welt genau so sehen kann, wie sie sich in seinen Gedanken und seiner Fantasie darstellt.

Öl, Acryl oder Bleistift – sein Ideenreichtum scheint unerschöpflich. Er malt aus der Fantasie heraus, inspiriert von seinen ganz persönlichen Empfindungen, Fragen und Erfahrungen.
Ob Gegenständliches oder Abstraktes, leuchtende Farbkompositionen, naturgetreue Lichtspiele, Miniaturen, Großleinwände – seine Art der Umsetzung lässt sich nicht in keine Schublade einordnen.
Seine Kunst lebt aus ihm und mit ihm und einem ständigen Wechsel. Kunst sollte zum Experimentieren anregen - mit Farben und Materialien zu immer neuen Effekten führen, um neue Ebenen zu entdecken und zu leben. „Normalität“ ist ein Wort, was er gar nicht mag, denn als Künstler muss man „ver-rückt“ sein im wahrsten Sinne des Wortes – sonst kann man weder neuen Wege gehen noch Antworten finden.

Seit 2009 ist er Mitglied der KUNST und KULTUR INITIATIVE LICHTENFELS und stellte auch zwei seiner Bilder in der Ausstellung zum Thema „Heimat“ aus. Mit etwas Glück ist auch sein aktuelles Werk „Mohnfeld“ in der Jahresausstellung 2009 im Stadtschloss Lichtenfels zu finden.

Allen Interessierten möchte er sagen: seid wie Kinder – immer neugierig bleiben, von Altem völlig trennen, denn nur so kann Neues geschaffen werden.

Ausstellungen:
Lichtenfels: KuKI, Heimat-Ausstellung 2009
Neuenmarkt: Schmetterlings-Paradies
Berlin, Landshut, Kulmbach, München

Malerei im öffentlichen Raum:
Kongresszentrum Rotenburg an der Fulda
Krankenhäuser, Hotels, Freimaurerloge Bamberg

©Christine Lindner für “Fränkischer Tag”


Sein erstes Bild, gemalt nach einer Vorlage in Postkartengröße
©Foto: Christine Lindner


„Keltische Staffelung“ Größe: 120 x 100 cm – ©Foto: Christine Lindner

Johannes Donhauser (4)

Dienstag, 22. September 2009

… Kultur ist nicht selbstverständlich.
Leiter des Arbeitskreises MUSIK
Kultur-Initiative-Staffelstein e. V. (KIS)

Johannes Donhauser wurde 1970 in Lauf an der Pegnitz geboren. Mit 9 Jahren begann seine musikalische Laufbahn bei den Regensburger Domspatzen.
Bei Walter Urbach studierte er Fagott am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg und ab 1992 war er stellvertretender Solofagottist im Orchester des Landestheaters Coburg. Er ist Mitglied der Coburger Kammermusikvereinigung und der Dresdner Sinfoniker. 2004 war er Mitbegründer des Mauritius-Quintetts in Coburg.
Er gastierte in zahlreichen Orchestern, unter anderem den Nürnberger Philharmonikern und Symphonikern, Würzburger Philharmonikern, Jenaer Philharmonie, den Theatern Meiningen, Erfurt und Regensburg. 2007 wurde Johannes Donhauser Solofagottist des Philharmonischen Orchesters des Landestheaters Coburg.
Als Solist trat er mit dem Orchester der Sommeroperette Heldritt, dem Bamberger Kammerorchester und dem Philharmonischen Orchester des Landestheaters Coburg auf.

Johannes Donhauser ist aus beruflichen Gründen 1993 nach Bad Staffelstein Wiesen gezogen und gehörte 1996 zu den Gründungsmitgliedern der Kultur-Initiative Staffelstein e.V.. Als ehrenamtlicher Leiter des Arbeitskreises MUSIK besteht seine Hauptaufgabe in erster Linie in der Planung und Organisation musikalischer Veranstaltungen. Gemeinsam mit Frau Ursula Breuer (KIS) ist er für die Konzert-Highlights auf Schloß Oberau verantwortlich. Zu den jährlich sechs stattfindenden Konzerten gehörten in diesem Jahr bereits: das Ensemble „Tanguedon“: Musik des argentinischen Tangokönigs Astor Piazolla und anderen Komponisten des „Tango Nuevo“, bereichert durch eindringliche Geschichten und Gedichte (im Mai), Megumi Ikeda, Violine und Sakiko Nakajima, Klavier: Werke von Igor Strawinsky, Pablo Sarasate, Maurice Ravel und Wolfgang Amadeus Mozart (im Juni) und Martin Trepl, Bariton und Ulrich Naudé, Klavier: Werke von Franz Schubert, Wolfgang Rihm und Roger Quilter (im Juli).
Für das September-Konzert (5. September) zum Thema: Oberau goes Broadway! Highlights aus Musical und Operette mit Katrin Dieckelt, Sopran, Ulrike Barz, Sopran und Roland Fister, Klavier haben die Mitglieder des Landestheaters Coburg ein interessantes Programm von bekannten Broadway-Melodien zusammengestellt.
Ende September ist noch eine Veranstaltung mit Wilhelm Ricchiuti, Klavier und Luciano Bitterlich, Klavier: Werke für Klavier zu vier Händen von Gaetano Donizetti, Franz Schubert, Harald Genzmer, Hermann Goetz und Edvard Grieg geplant. Abgeschlossen wird die diesjährige Konzertreihe im Oktober mit Susanne Lampidis-Pirsch, Sopran und Ella Nikonenko, Klavier: Lieder und Klaviersolowerke von Frederic Chopin, Robert Schumann, Arnold Schoenberg, Sergeji Rachmaninow und Erich Wolfgang Korngold.

Eine wahrlich auserlesene und anspruchsvolle Zusammenstellung und jeder der schon einmal mit Veranstaltungsmanagement in Berührung gekommen ist, weiß, welch organisatorisches Geschick und Feingefühl dazu gehören, um geplante Veranstaltungen zu einem Erfolg werden zu lassen. Erwähnenswert sollte hier noch sein, dass diese Veranstaltungen finanziell von der KIS realisiert werden. Ein lobenswerter und bedeutungsvoller Beitrag auf kultureller Ebene, nicht nur für die Einwohner, Kurgäste und Touristen von Bad Staffelstein. In diesem Sinne kann man nur hoffen, dass die Kammerkonzertreihe auch weiterhin die entsprechende Wertschätzung erfährt und so erfolgreich fortgesetzt werden kann.

©Christine Lindner für “Fränkischer Tag”
©Foto: Christine Lindner

Die Ästhetik des Unsichtbaren

Montag, 21. September 2009

Photokünstler Stefan Diller aus Würzburg

Pflanzenoberflächen unter dem Elektronenmikroskop - eine besondere Kunst- und Photoausstellung der Kultur-Initiativer Bad Staffelstein in Alter Darre und Stadtturm vom 20.9.2009 bis 10.10.2009.


Stefan Diller im Gespräch mit Ausstellungsbesuchern vor dem Bild „Anis“ Pimpinella anisum - Junge Blüte mit doppeltem Fruchtknoten und noch eingerollten Staubblättern. - © Foto Christine Lindner

Schon der Titel der Ausstellung macht neugierig und die zahlreichen Besucher der Vernissage am 19.9.2009 kamen voll auf ihre Kosten. Fast schon einem AHA-Erlebnis gleich, wird man beim Betreten der Räumlichkeiten, von den Motiven magisch in einen Bann gezogen, der normalerweise dem menschlichen Auge verborgene Einsichten und Ansichten pflanzlicher Ultrastrukturen gewährt.

Musikalisch wurde die Vernissage durch das Ensemble „Flauto Con Brio“ mit Susi Schliefer und Ann-Kristin Steiner nicht nur umrahmt, sondern die beiden Flötistinnen unterstrichen mit diesem Musikgenuss auch gekonnt die Ausdruckskraft der Bilder.

In seiner Eröffnungsrede bedankte sich Hermann-Heinrich Hacker, 1. Vorsitzender der Kultur-Initiative Bad Staffelstein (KIS) bei Stefan Diller, der bereits 2006 sein „Zwillingsprojekt“ in Alter Darre und Stadtturm zeigte, für den erheblichen Aufwand, welchen die Ausrichtung einer solchen Ausstellung erfordert und freut sich ganz besonders darüber, dass diese außergewöhnlichen Arbeiten, nach Berlin und Graz, nun auch in Bad Staffelstein zu sehen sind.
Als Gastgeschenk der besonderen Art möchte er aber keine Blumen überreichen, sondern das Bild „Marienblatt/Frauenminze“ (welches auch auf dem Plakat zur Ausstellung zu sehen ist) für die KIS käuflich erwerben. Somit wird es für Künstler und KIS zu einer bleibenden Erinnerung werden.
Nach einem herzlichen Dankeschön an alle Beteiligten gibt H. Hacker noch einige Hinweise zu den weiteren Aktivitäten der KIS, zu welchen auch das Jahresprogramm 2010, mit den KIS-Kulturtagen vom 23.4. bis 25.4.2010 gehört.

Rosi Jörig, die Leiterin des Arbeitskreises Photografie der KIS, bedankte sich ebenfalls für die Realisierung dieser beeindruckenden Ausstellung und machte die Besucher mit dem neu gegründeten AK Photografie bekannt, der u.a. eine weitere Belebung mit dem geplanten Projekt „Wie siehst Du Deine Stadt“ besonders die Jugend ansprechen möchte.

Als Höhepunkt der Vernissage sprach der Würzburger Photograf Stefan Diller über sein Werk und die Entstehungsgeschichte. Was 1984 in Kronach einmal als Hobby begann, hat er in den letzten beiden Jahren mit viel Zeit- und Geräteaufwand in Würzburg in professionelle Bereiche gebracht: ein eigenes Labor für wissenschaftliche Photographie mit Raster- und Transmissionselektronen¬mikroskopen.

In seiner freien Zeit nutzt er die Geräte für sein Projekt „Kräuter aus dem Botanischen Garten Würzburg“. In Ethanol entwässert, dann getrocknet – Stefan Diller nennt das „unter Strukturerhalt Kritisch-Punkt-Trocknen“ –, mit Gold oder Platin hauchdünn überziehen bzw. „bedampften“ und schließlich unter Hochspannung (zwischen 1.000 und 30.000 Volt) in einer monströsen Apparatur einem fein gebündelten Elektronenstrahl aussetzen, dessen Durchmesser einen lächerlichen Millionstel-Millimeter (1 nm = Nanometer) aufweist … genau genommen könnte man es auch essen, denn es handelt sich mehr oder weniger um gewöhnliche Küchenkräuter, wie Petersilie, Sauerampfer, Senf, Estragon, Dill, Huflattich usw..
Unter dem Rasterelektronenmikroskop muss man sich das dann wie bei einem Scanner vorstellen. Zeile für Zeile wird der Elektronenstrahl über das goldige Präparat gelenkt. Die Elektronen werden reflektiert und von Detektoren wieder eingefangen. Diese erzeugen daraus entsprechende Helligkeitswerte, Bildpunkt für Bildpunkt, Zeile für Zeile.

Dass dies unter Umständen auch meditative Ausmaße annimmt, kann man Stefan Diller in Anbetracht von Scanzeiten bis zu 11 Stunden pro Motiv glauben.

Die so gewonnenen schwarz-weißen Bilder werden schließlich digital coloriert. Diese Colorierung ist allerdings nicht wissenschaftlich begründet, sondern soll die Motive für den Betrachter ansprechender gestalten und ihm vielleicht eine Brücke ins Bekannte bieten.
Zu den 50 x 70 cm großen Abzügen ist jeweils eine kurzen botanischen Beschreibungen zu finden und um eine Einschätzung der Größenverhältnisse des Abgebildeten zu ermöglichen werden die Endvergrößerung des Bildes und die jeweilige Größe des Bildfeldes angegeben.

Geboren wurde Stefan Diller in der oberfränkischen Stadt Kronach.
Nach dem Besuch von allgemein bildenden Schulen 1978 Abschluss mit Allgemeiner Hochschulreife.
Besuch der “Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie” in München von 1979 bis 1981 bis zur Gesellenprüfung im Photographen-Handwerk.
Anschließend Rückkehr nach Kronach und Beginn selbständiger Arbeit als Bildjournalist und Photograph.
1986 Meisterprüfung im Photographen-Handwerk und Gründung eines Fachlabors für Color- und Schwarzweiss-Photographie in Kronach.
1993 Ausbildung zum Privatpiloten (PPL-A) und im darauf folgenden Jahr Luftbild-Photographie von Städten und Dörfern.
1994 Aufbau eines Labors für Wissenschaftliche Photographie, speziell im Bereich Raster- und Transmissionselektronenmikroskopie.
1999 Umzug mit der Familie und dem Labor für SW-Photographie und Wissenschaftliche Photographie nach Würzburg.

Im Gespräch mit Stefan Diller ist die Liebe zu seiner Arbeit zu spüren und bei seinen Worten „Ich habe die Lizenz zum Schneiden im Botanischen Garten“ huscht ein Lächeln über sein Gesicht. Auch wenn es manchmal sehr „knifflig“ wird, so ist die Freude am Ergebnis desto größer.

Eine außergewöhnliche und beeindruckende Ausstellung, die nicht nur für Fotobegeisterte besonders empfehlenswert ist und eine Ausweitung des visuellen Horizontes weit über die reine Informationsaufnahme hinaus ermöglichen kann.

Alle ausgestellten Bilder sind verkäuflich und in verschiedenen Größen bis maximal 100 x 150 cm erhältlich.

Öffnungszeiten:
Donnerstag, Samstag, Sonntag jeweils von 14:00 - 18:00 Uhr.

©Christine Lindner für “Fränkischer Tag”

Clemens Muth (3)

Mittwoch, 16. September 2009

… beweglich bleiben, sonst bewegt man nichts mehr.
Mitarbeiter des Arbeitskreises BILDENDE KUNST der Kultur-Initiative-Staffelstein e. V. (KIS).


Mit Spezialwerkzeug reinigt Clemens Muth die Oberfläche des alten Schriftsteins des Kriegerdenkmals in Degendorf.
Foto ©Christine Lindner.

Clemens Muth wurde 1955 in Wiesbaden geboren. Schon in der Kindheit hat er gern mit Ton gearbeitet, gemalt und fotografiert. Die Möglichkeiten einer kreativen Entwicklung waren durch die Beschäftigung mit fotorealistischen Zeichnungen und fotografischer Gestaltung im väterlichen Fotolabor gegeben.
Er studierte in Mainz Kunstgeschichte. Um sich noch intensiver mit dem Material auseinander zu setzen und sich mit der Priorität der Veränderungen des Materials zu beschäftigten, absolvierte er eine Handwerkslehre zum Steinmetz und Bildhauer. Außerdem belegte er während des Studiums der Kunstgeschichte diverse Zeichenkurse. Es folgten weitere 4 Jahre Volontariat in Amtswerkstätten der Denkmalpflegeämter bevor er als Restaurator für gefasste Steinskulptur und Wandmalerei in Bonn arbeitete.

Vor 25 Jahren führten ihn die Restaurierungsarbeiten an der Herkulesgruppe (Ferdinand Tietz 1708-1777) auf Schloss Seehof, der ehemalige Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischhöfe.
1984 zog er mit seiner Familie nach Scheßlitz und anschließend nach Ebensfeld. 1996 erfolgte der Umzug nach Unterneuses, wo er sein Atelier und die Werkstatt als selbständiger Restaurator hat.

Zwar fehlte ihm während der 15-jährigen Ausbildung zum Restaurator oft die Zeit für eigene Werke, doch lies er es sich nicht nehmen, nach und nach immer umfangreicher künstlerisch tätig zu sein. Zu seinen bevorzugten Techniken zählen: SW-Fotografie, Ölmalerei, Druckgrafik, Steinbildhauerei, Wandmalerei (hist. Maltechniken).

Illustrationen in Aquarelltechnik von Clemens Muth wurden in dem Weihnachtsbuch von Johanna Nützel veröffentlicht. Das Kinderbuch trägt den Titel „Wir gehen nach Betlehem” - Tiere suchen ein besonderes Kind. Ein abenteuerlicher Weg ganz verschiedener Tiere, für die diese Reise gleichzeitig zu einem Weg des Friedens untereinander wird.

Zu seinen aktuellen Arbeiten zählt u.a. die Neugestaltung des Kriegerdenkmals in Degendorf. Bei der Umgestaltung wird der alte Schriftstein des Kriegerdenkmals gereinigt (siehe Foto oben) und bleibt somit erhalten. Er wird vor einer Symbiose aus Kreuz und Korpus auf geschwungenen Natursteinplatten stehen. Nach mehr als 60 Jahren Frieden denkt man darüber nach, die Bezeichnung Kriegerdenkmal in Friedensdenkmal zu wandeln.

2007 startete in Klosterlangheim die Wanderausstellung „Buch“. Was als Versuch begann, wurde zu einer gelungenen, exemplarischen Auseinandersetzung zu diesem Thema. Clemens Muth präsentiert 10 Ausstellungsstücke – Skulpturen aus Kalkstein, Basalt und Marmor – die dem Objekt Buch eine ganz eigene Betrachtung gestatten. Begleitet werden die Bücher aus Stein von „Texturen“ von Erik Soder von Güldenstubbe, so bezeichnet der Künstler selbst seine Art geschriebener Gedichte und Texte. Für die konzeptionelle Gestaltung dieser Ausstellung ist Otto Schneider verantwortlich. Ab 27.9.2009 wird die Ausstellung im Bamberger Bistumshaus St. Otto zu sehen sein und 2010 in Nürnberg.

In Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk im Landkreis Lichtenfels bietet er in unregelmäßigen Abständen Workshops zum Thema Historische Maltechniken und Steinbildhauerei an.
Im Rahmen der Kultur-Initiative-Staffelstein e. V. (KIS) veranstaltet Clemens Muth u.a. Workshops und Seminare in der Bearbeitung von Sandstein - Steinbildhauerei, Druckgrafik mit Schiefer, eine recht ungewöhnliche Art „Steinhochdruck“. Im Verein finden jährlich zwei Ausstellungen statt (eine themengebundene und eine freie Ausstellung), in der die Mitglieder ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren.

Als Mitglied des AK Bildende Kunst der KIS freut er sich über jede(n), der sich für Kunst interessiert. Miteinander arbeiten, über den „Tellerrand“ schauen, sich weiter entwickeln und für Neues offen sein, gehören zu den Wünschen und Zielen des Künstlers. Dabei sollten „Nichtkünstler“ in der Auseinandersetzung mit der Kunst selbst aktiv werden. Wer sich mittels künstlerischer Techniken auszudrücken vermag, sollte zeigen, was es zu aktuellen gesellschaftlichen Themen, aber auch zur Schönheit von Mensch und Natur zu sagen gibt. Offenheit für eine positive Kritikfähigkeit, um im ergebnisreichsten Sinne die eigenen Werke und Aktivitäten weiter zu entwickeln ist sehr wichtig. Leben soll es - zu viel Zufriedenheit macht unbeweglich und man bleibt „starr“ auf der Stelle stehen. Deshalb beweglich bleiben, damit man etwas bewegt.

In diesem Zusammenhang bekommt auch der Gedanke über eine Kirchplatzgestaltung und die damit verbundene Entscheidung, zwischen einer zeitgenössischen Mariä Verkündigungsgruppe (Bronze) oder Parkplätzen zu wählen, doch eine ganz neue Dimension.

Ausstellungen:

Bad Staffelstein: KIS, Jahres- und Sonderausstellungen
Kutzenberg: Großer Festsaal
Lichtenfels: Stadtschloss
Coburg: Angerturmhalle
Ebensfeld: Raiffeisenbank
Unterneuses: Alte Schule
Wolfsloch: Atelier
Klosterlangheim: Konventgebäude – „Buch“

Teilnahme an Künstlerwettbewerben:
Ebenfels: Kirchplatzgestaltung
Hammelburg: Musikakademie, Portalfiguren
Bad Staffelstein: Adam Riese
Hammelburg: Klosterfassade Heilige Cäcilia

Skulpturen und Malerei im öffentlichen Raum:

Hammelburg:
2 musizierende Genien Ebensfeld – Mainbrücke, Feldkreuz
Bad Staffelstein: Ev. Gemeinezentrum, Buch
Hammelburg: Klosterfassade, Heilige Cäcilia
Wiesbaden-Biebrich:
Neufassung einer neogotischen Kreuzigungsgruppe (Lindenholz)

©Christine Lindner für „Fränkischer Tag“


Entwurf eines Steinkreuzes im irischen Stil für die katholische Pfarrei St. Kilian von Bad Staffelstein.
Foto ©Christine Lindner.


Das neue Kreuz an der Außenseite der Kirche.
Foto ©Christine Lindner.


Entwurf für das Kriegerdenkmal in Degendorf mit der Tafel mit den Namen der Gefallenen beider Weltkriege.
Foto ©Christine Lindner.

**********************************************************

Margot Sühler (2)

Mittwoch, 09. September 2009

Sie fängt die Farben der Welt ein.
Malerei, Mitglied KuKI und KIS


„Mohnblüte“ – Mischtechnik, Größe 60 x 50 cm - Foto ©Christine Lindner

Margot Sühler wurde in Bayreuth geboren. Sie lebte in München, Würzburg, Münchberg und Kutzenberg. Seit 1985 wohnt sie in Bad Staffelstein/Nedensdorf.

Als sie vor 30 Jahren mit der Malerei begann, belegte Sie Kurse an der Volkshochschule, bildete sich in Seminaren weiter und besuchte Akademiekurse. Sie unternahm Malreisen in die Toskana und nach Umbrien. Die natürlich erhaltene Landschaft und viele kleine Ortschaften boten eine malerische Kulisse und erweckten ihre besondere Zuneigung für diese Gegend.

Neben dem Malen beschäftigt sich die vielseitige Künstlerin außerdem noch mit Töpfern und freiem Gestalten in Keramik, Seidenmalerei, Acrylmalerei, Kreide- und Mischtechnik. Ihre besondere Vorliebe gilt allerdings der Aquarellmalerei. Wie der Name schon sagt (lat. aqua „Wasser“) handelt es sich beim Aquarell, um ein mit wasserlöslichen, nicht deckenden Farben angefertigtes Bild. Dabei schimmert der Malgrund durch die Farben hindurch. Reizvolle Farbmischungen können durch das Übereinandermalen verschiedener transparenter Farbschichten entstehen. Weiß entsteht an den Stellen, wo der Papiergrund ausgespart wird. Für Margot Sühler lassen sich in dieser Technik, welche zu den ältesten Maltechniken überhaupt gehört, die Lebendigkeit und die Stimmungen der Natur besonders gut ausdrücken. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine abstrakte oder realistische Darstellung handelt.

Margot Sühler hat sich mit ihren farbenprächtigen Bildern und ihrer individuelle „Handschrift“ bereits weit über die Grenzen Frankens hinaus einen Namen gemacht.

Sie gehörte zu den Gewinner(innen) der Aktion „Flower for Life“ 2009 und erhielt einen der Sonderpreise. Aus 1.200 eingesandten Blumen-gemälden, in den verschiedensten Techniken, wählte die Jury zwölf Bilder für den Flower for Life-Kalender 2010 aus. „Flower for Life“ ist ein Projekt der DAK, dem Künstler Pellegrino Ritter und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Der Erlös aus dem Verkauf dieses Kalenders geht an die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.
Ihre Werke waren bisher in Gruppen- und Einzelausstellungen in Arzberg, Marktredwitz, Wunsiedel, Bad Alexandersbad, Kulmbach, Neudrossenfeld, Lichtenfels, Kutzenberg, Kloster Banz, Bad Staffelstein, Bamberg, Bad Colberg, Burgkunstadt, Giechburg, Berlin und Erlangen zu sehen. Des Weiteren im Ausland in Ungarn, Österreich, Italien und Frankreich. Sie beteiligte sich an der internationalen Wanderausstellung „Focus Europa“. In Dauerausstellungen verschiedener Galerien, u.a. in der Galeria d’Arte „Renata Gualtieri“ in Cesenatioco/Italien und öffentlichen Gebäuden sind ihre Bilder zu bewundern.
Margot Sühler ist Vorstandsmitglied im Verein „Form und Farbe e. V.“, Mitglied im Kunstverein Bamberg, Kunstverein Coburg, Hollfelder Kulturfreunde e. V., Kultur-Initiative Staffelstein e. V., KUNST und KULTUR INITIATIVE LICHTENFELS und dem Colloquium Historicum Wirsbergense. Sie ist vertreten im Kulturatlas Oberfranken, Internationales Künstlerhaus Villa Concordia.
1998 und 1999 wurde sie mit dem Förderpreis der Stiftung „Kunst, Kultur und Denkmalpflege“ der Kreissparkasse Bamberg ausgezeichnet.

Neben diesen vielen Verpflichtungen und ehrenamtlichen Tätigkeiten wünscht sie sich manchmal etwas mehr Zeit zum Malen und Kreativ sein. Die Freude am Malen und das es ihr Spaß macht, kann man Margot Sühler und ihren Arbeiten ansehen.

©Christine Lindner für “Fränkischer Tag”


„Orchideen“ – Aquarell, Größe: 55 x 60 cm
Foto ©Christine Lindner


„Begegnung“ - Acryl, verschiedene Materialien auf Leinwand,
Größe 55 x 75 cm
Foto ©Christine Lindner


„trauriger Clown“ – Ton, Größe: 40 cm
Foto© Christine Lindner

**********************************************************

Petra Schlienkamp (1)

Mittwoch, 02. September 2009

… durch Malen lernt man anders zu sehen.
Malerei, Mitglied KuKI und KIS


Petra Schlienkamp arbeitet am Entwurf eines Stilllebens - Foto ©Christine Lindner

Petra Schlienkamp wurde im April 1956 in Essen geboren. Sie hatte schon immer gerne gemalt und so bedurfte der Berufswunsch „Grafik-Designerin“ keiner großen Erklärung. Wie das Leben aber so spielt, musste der Wunsch der Realität weichen und sie erlernte den Beruf der Bauzeichnerin. Mit 19 Jahren wurde ihr erster Sohn geboren und die Prioritäten verlagerten sich auf die Familie. Später wurde die berufliche Entwicklung wieder wichtiger und sie übernahm u.a. aushilfsweise den Kunstunterricht in der Grundschule ihres Sohnes.

Mit 40 Jahren musste sie sich eine gesundheitliche Auszeit einräumen. Das gab ihr die Zeit und die Möglichkeiten über viele Dinge, die im Leben wichtig sind (zu sein scheinen) nachzudenken. Von nun an widmete sie sich mehr dem, was für sie wichtig und interessant war und sie sich bisher nicht die entsprechende Zeit nehmen konnte – sie konzentrierte sich auf das Malen. Sie belegte Kurse an der Hofwerkstatt in Essen und an der freien Kunstakademie in Essen um sich weiterzubilden und neuen Anforderungen zu stellen.

Zwischen 1996 und 2000 pendelte sie mit ihrem Mann zwischen Mallorca und Essen, bevor sie dort ein Haus kauften. Frau Schlienkamp eröffnete auf Mallorca eine Boutique, schloss sich einer Künstlergruppe an und konnte sich weiterhin der Malerei widmen.

2004, nach dem Tod ihres Mannes, kehrte sie nach Deutschland zurück. Zu dieser Zeit wohnte ihre Zwillingsschwester, Claudia Scheler, bereits in Lichtenfels. Petra Schlienkamp wusste, dass sie nach ihren Erfahrungen nun kein „Großstadtleben“ mehr führen wollte. Da kam der Aufruf ihrer Schwester, zum ersten Besuch in Lichtenfels: „Bring alle Deine Bilder mit! Ich habe hier in der Sparkasse eine Ausstellung organisiert“, genau richtig. Gesagt, getan.
Dabei gefiel ihr Oberfranken so gut, dass sie nicht mal ein halbes Jahr brauchte, um von Essen nach Bad Staffelstein umzusiedeln.
Sie schloss sich der KIS (Kultur-Initiative-Staffelstein e. V.) an und konnte ihren kreativen Weg unter Gleichgesinnten fortsetzen. Als ehrenamtliche Mitarbeiterin engagiert sie sich in der Stadtbücherei Bad Staffelstein. Nach der Jahresausstellung 2007 in Lichtenfels wurde sie auch Mitglied der KuKI (KUNST und KULTUR INITIATIVE LICHTENFELS).

Petra Schlienkamp hat neben Malen, Töpfern, Knüpfen schon sehr viele Techniken ausprobiert und es werden mit Sicherheit noch weitere „Experimente“ folgen. Sie ist immer offen für neue, innovative Ideen. Auf die Frage, welches denn ihre Lieblingstechnik sei, kommt natürlich die Antwort: Malerei und da speziell Aquarellmalerei. Die „Leichtigkeit“ und gleichzeitig die interessante Rolle, die der Zufall bei dieser Technik spielt, geben ihr die Möglichkeiten, ihre Stimmung auszudrücken und sich dabei wohl zu fühlen.
Durch Malen lernt man anders zu sehen – anspruchsvoller, lebendiger und aufmerksamer. Und was für den Dichter die Worte, sind für den Maler Pinsel und Farben. Petra Schlienkamp übernimmt keine direkten Auftragsarbeiten, sondern malt was ihr Spaß und Freude bereitet – am liebsten Landschaften.

Ihr nächstes Ziel: ein Italienisch-Kurs an der VHS. Sie möchte nächstes Jahr eine „malerische“ Italienreise unternehmen und für Kontakte zu einheimischen Künstlern sollte die Sprache kein Verständigungshindernis bilden.

Abschließend möchte Petra Schlienkamp allen etwas mit auf den Weg geben: „Sagen Sie nicht, ich kann nicht malen! Jeder kann es ausprobieren und vor allem sollten Sie die eigene Kreativität auch zulassen. Probieren Sie es aus und Sie werden mehr über sich selbst erfahren.

©Christine Lindner für „Fränkischer Tag“


„Sonne im Rosengarten“ (Öl)
Foto ©Christine Lindner



„Margeriten“ (Öl)
Foto ©Christine Lindner

**********************************************************