Ralph Wenske (7)
Mittwoch, 30. September 2009… aus sich selbst PERSÖNLICHES schaffen.
Malerei
Mitglied der KUNST und KULTUR INITIATIVE LICHTENFELS (KuKI )
Geboren wurde Ralph Wenske 1971 in Stadtsteinach, im nordöstlichen Teil des Landkreises Kulmbach. Aufgewachsen ist er in Schmölz, einem Gemeindeteil der Marktgemeinde Küps. Schon als Kind hatte es ihm große Freude bereitet, Bilder vom Vater und Großvater anzuschauen, denn beide haben sich in ihrer Freizeit mit der Ölmalerei beschäftigt. Er selbst hatte zu dieser Zeit allerdings noch keinerlei Ambitionen, selbst zu Pinsel und Farbe zu greifen.
Ralph Wenske absolvierte eine Ausbildung als Polizeibeamter. 1992 gab er diese Laufbahn auf, da der erlernte Beruf nicht mehr seiner Berufung und den damit verbundenen Zielen: mehr helfen anstatt zu bestrafen, entsprach. Ausgelöst durch seine Leidenschaft für Bücher, begann er 1993, mit 22 Jahren, eine Ausbildung als Buchhändler in Nürnberg. Als Volontär absolvierte er diese Weiterbildung zur Vorbereitung auf seine künftige, berufliche Tätigkeit in Coburg. Leider hatte dann ein Anderer das Glück, diese Stelle zu belegen und so brach Herr Wenske die weitere Ausbildung ab.
Seine Vielseitigkeit gepaart mit großem Engagement führte Ihn zur Ausbildung als Brandschutztechniker und er war im Feuerlöscherkundendienst unterwegs. Bereits zu dieser Zeit war er nebenberuflich selbständig und 1994 gründete er dann mit seinem Bruder die Firma „Hifi Pur“ , welche sich jetzt in Lichtenfels und Sonneberg befinden.
Seit 10 Jahren wohnt er mit seiner Frau und Tochter in Lichtenfels. Seine Freude für Landschaftsbilder in Öl bleibt unverändert – selbst malte er aber immer noch nicht. Besonders angetan war er von „fahrenden Künstlern“, die ab und zu an seinem Laden vorbei kamen und von denen er auch verschiedene Bilder kaufte. Seine Vorliebe galt mediterranen Landschaften in leuchtenden Farben.
Bedingt durch beruflichen Stress wurde er krank, doch die Ärzte konnten nicht helfen. War es nun Zufall oder Bestimmung, dass er 2004 mit Quigong in Berührung kam. Quigong ist die Kunst der Energiekultivierung - einer chinesischen Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist, und zur Stabilisierung des Energiehaushaltes des Körpers und zur Behandlung von Krankheiten. Das heißt, in der Praxis soll es die Lebensenergie stärken, das Leben verlängern und zu einer gesunden geistigen Verfassung verhelfen.
„Qi“ steht sowohl für die vitale Kraft des Körpers, aber auch der gesamten Welt. „Gong“ als chinesischer Begriff bedeutet „Arbeit“. Somit kann man Qigong frei übersetzen, als „stete Arbeit an der vitalen Kraft des Körpers“.
Ralph Wenske beschäftigte sich sehr intensiv damit und machte ein halbes Jahr eine extreme Entwicklung, verbunden mit Ernährungsumstellung (vegane Ernährung) und geistiger Änderung durch. Er war nicht nur mit seiner eigenen Heilung beschäftigt, sondern sah auch, wie es anderen erging.
Derzeit absolviert Herr Wenske gerade eine dreijährige Ausbildung zum Kursleiter in QiGong und TaiJi.
Die richtige Zeit war gekommen - 2005 begann er mit dem Malen. Er kaufte sich Farben, Pinsel und Material und legte los: „Jetzt fang ich an!“ Sein erstes Bild stellte eine Landschaft dar – ein Ölbild. Dabei stellte er fest, was man sich mit Vorliebe anschaut, muss einem nicht unbedingt beim Malen liegen. Sein zweites Bild wurde ein Akt – was ihm schon viel besser gelang. Er entwickelte sich weiter und auch spirituelle Eingebungen fanden den Weg auf die Leinwand.
2006 kam dann noch das Schreiben dazu. Den Wunsch, ein Buch zu schreiben, hatte er schon länger. Gedanken, die ihn bewegten, Fragen und Erfahrungen schreibt er seit geraumer Zeit nieder. Diese Einzelteile (Texte) fügt er nun zu „seinem Buch“, zusammen. Dazu gehören auch Gedichte, wie zum Beispiel:
EINFACH SO
Ich lebe, ich liebe, einfach so,
im Schein des Sein.
Tief in mir bin ich,
schon da!? Oder nur fast!?
Wann begann es und woher?
Es ist so wie immer,
oder
wie es schon immer nie war.
Ich bin jetzt,
es will es so, ich will es so,
wir sind eins mit Allem im Nichts.
Wohin? Warum?
Mit Allem ist es einfach so,
wie Licht im Spiegel des Diamanten.
Klar und rein scheine ich hindurch,
und sehe was aus mir ins Außen scheint und sichtbar wird.
(Ich) Lass es frei hindurch scheinen,
nicht verblendet, rein,
ohne Bewertung, und „Wissen wollen“.
− Einfach -
Malen und Schreiben ergänzen sich gegenseitig bei Ralph Wenske und halten sich momentan die Waage. Erst war der „Kunstgedanke“ und dann kommt die Energie aus ihm heraus. Er hat gelernt los zu lassen und ihn quälen keine Zukunftsängste. Ein glücklicher Mensch, der sich gerne weiter entwickelt. Auf die Geschwindigkeit hat er keinen Einfluss.
Auf die Frage, was er interessierten Hobbykünstlerinnen und -künstlern mitteilen möchte, antwortet er: nicht an einer bestimmten Technik festhalten oder kopieren. Von Anderen nicht sagen lassen, so oder so muss das sein oder so wird das gemacht, sondern aus sich selbst heraus etwas schaffen - etwas PERSÖNLICHES.
Ausstellungen:
2007 - 1. Ausstellung im Rathaus in Küps
2007 - Werksausstellung - Figürliches Zeichnen -
im Stadtschloss Lichtenfels
2008 - Eröffnungsausstellung in der Galerie der KuKI
2009 - Teilnahme an Flower for Life
2009 - Heimat-Ausstellung in der Galerie der KuKI Lichtenfels
Ab 27. September 2009 GE-HÖR-MAL-T - Werke in Öl und Wort 2006 bis 2009 im Restaurant TIE in Coburg
©Christine Lindner für „Fränkischer Tag“

Ralph Wenske in seinem Atelier - ©Foto: Christine Lindner

„AHA“ - Öl - ©Foto: Christine Lindner

„Warum?“ Öl - ©Foto: Christine Lindner

oben: „ALLES“, unten: „Selbst“ - Öl - ©Foto: Christine Lindner





















